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    CNM Centronukläre Myopathie

    Im Jahre 1998 wurden die ersten als Myopathie eingestuften Fälle im DRC bekannt. Es waren 3 Welpen eines Wurfs betroffen. Die erkrankten Tiere waren zunächst unauffällig, fraßen aber nach der Abgabe an die neuen Besitzer schlechter und entwickelten insbesondere im vorderen Körperbereich (Hals, Brust und Vorderläufe) weniger Muskulatur als gesunde Welpen. Sie konnten nicht normal laufen, sondern zeigeten den für diese Krankheit charakteristischen “hasenhüpfigen Gang” begleitet von Nickbewegungen des Kopfes und aufgekrümmten Rücken. (vgl. Video eines erkrankten 5 Monate alten Labrador-Junghundes aus Amerika) – zwei dieser Welpen wurden in der Folgezeit eingeschläfert, um ihnen weitere Leiden zu ersparen. Bereits damals war bekannt, dass Myopathie eine Erbkrankheit beim Labrador ist; es…

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    EIC Exercise Induced Collapse

    Das Veterinärmedizinische Diagnostische Labor der Universität Minnesota („VDL“, www.vdl.umn.edu) veröffentlichte unter dem Begriff „Canine Neuromuscular Testing“ Informationen über EIC. Aus dieser neuen Fassung hat Dr. Petra Schneller, Zuchtwartin Labrador, die „häufig gestellten Fragen“ (FAQ) und die dazugehörigen Antworten im November 2008 nochmals übersetzt. Ein neuer Abschnitt, ebenfalls eine Übersetzung aus der VDL-Homepage, wurde eingefügt, da er einige neue Erkenntnisse über Unterschiede zwischen EIC und einer speziellen Epilepsie-Form beschreibt. Differenzierung zwischen EIC und Epilepsie Einige Labrador Retriever, die wir wegen Kollaps-Episoden untersuchten, haben nicht EIC sondern stattdessen eine ungewöhnliche Form der Epilepsie. Die Kollaps-Episoden dieser Hunde haben typischerweise einen plötzlichen Beginn und ein sehr schnelles Ende und sind manchmal sehr kurz…

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    Epilepsie beim Retriever

    Epilepsie-Anfälle sind für Hundehalter eine erschreckende Erfahrung und die Krankheit wirft viele Fragen auf. Wodurch entsteht sie, leidet der Hund und kann man etwas dagegen tun? Nicht alle Fragen lassen sich bis ins Detail klären, weil die Krankheit noch nicht bis ins Letzte erforscht ist. Was man weiß ist, dass es wirksame Medikamente und Therapien gibt, mit denen sich das Leben eines Epilepsie-Patienten durchaus erträglich gestalten lässt. Wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen Hundehalter und Tierarzt, eiserne Disziplin bei der Medikation und vor allem Geduld, Geduld und noch einmal Geduld. Was ist Epilepsie eigentlich? Epilepsie ist das wiederholte Auftreten von unterschiedlich ausgeprägten Krampfanfällen. Von einem epileptischen Anfall spricht man, wenn…

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    HC Katarakt

    Die Linse ist eine vollkommen transparente Struktur, die wie eine Zwiebel aufgebaut ist. Sie besteht aus Linsen-kern, -rinde und -kapsel. Ihre Funktion ist sowohl das Durchlassen von Licht, als auch die Lichtbrechung auf der Netzhaut. Jede Trübung der Linse oder ihrer Kapsel wird als grauer Star oder Katarakt bezeichnet. Zu ihrer näheren Beschreibung gibt es verschiedene Klassifikationsmöglichkeiten: angeboren / erworben erblich / nicht erblich Reifestadium Lokalisation in der Linse Während die erbliche Form der Katarakt beim Menschen meistens angeboren ist, tritt sie beim Hund in der Regel erst bei jungen bis mittelalten Hunden auf. Im Gegensatz zum typischen Altersstar des Menschen, kommt eine Katarakt beim Hund gehäuft bei Jungtieren, zum…

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    Herzdispositionen

    Am Häufigsten spricht man in Bezug auf Herzkrankheiten von Herzschwäche (fachl.: Herzinsuffizienz). Jede Herzerkrankung verläuft schleichend und braucht eine Menge Beobachtungsgabe des Halters, diese so frühzeitig wie möglich zu erkennen. Im Anfangsstadium ist eine Herzschwäche beim Hund für uns Normalos nicht auffällig, geschweige denn eindeutig erkennbar. Klappeninsuffizienzen können auch eine sogenannte „Jet-Funktion“ haben, das bedeutet: während intakte Klappen den Blutfluss für den Bruchteil einer Sekunde stoppen, fließt bei angeschlagenen Klappen das Blut in gleich bleibender Menge und mit konstanter Geschwindigkeit durch ein verhältnismäßig winziges Loch, wodurch es im Herz zum „Knall“ kommt. – Dieses Prinzip ist mit dem Zündvorgang (Kraftstoffverdichtung) eines Benzinmotors vergleichbar. Rückflussgeschwindigkeiten sind erst in einem Bereich von…

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    HNPK Hederitäre Nasale Parakeratose

    Bei der Nasalen Parakeratose handelt es sich um einen Gendefekt, der zu einer Austrocknung der Hundenase führt. Vor allem auf der oberen Seite (dorsaler Nasenspiegel) bildet sich eine trockene, borkige Hautschicht, die mit der Nase verbunden ist und sich nicht ablösen lässt. Es können sich Risse bilden, die sekundäre Infektionen durch Bakterien nach sich ziehen. Auch eine Aufhellung des dunklen Nasenspiegels kann beobachtet werden. Erste Symptome treten im Alter von 6 Monaten bis einem Jahr auf. Eine symptomatische Behandlung mit Vaseline, Propylenglycol- oder Salicylsäurehaltigen Produkten kann bei der Auflösung der trockenen Borken helfen. Die genetische Ursache für die Erkrankung konnte von Forschern des Instituts für Genetik der Vetsuisse-Fakultät an der…

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    prcd-PRA Progressive Retina Atrophie

    prcd-PRA: Die Erkrankung Die Progressive Retina Atrophie (PRA) ist eine Erkrankung der Netzhaut (Retina), die durch kontinuierliches Fortschreiten immer zur Erblindung führt. Dabei werden die Photorezeptoren des Auges im Laufe der Zeit zerstört. Zuerst verlieren die Stäbchenzellen ihre normale Funktion, was zu fortschreitender Nachtblindheit sowie dem Verlust der Anpassung des Sehvermögens an das Dämmerlicht führt. Durch die Zerstörung der Zapfenzellen kommt es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes. Die klinischen Symptome treten in der Regel schon in der frühen Jugend auf, in den verschieden Hunderassen allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Diagnose von Netzhauterkrankungen beim Hund ist oft schwierig. Der prcd-PRA Gentest ist sehr hilfreich für eine gesicherte Diagnose dieser Krankheit.…

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    RD Retina Dysplasie

    Als weitere erbliche Erkrankung ist die Retinadysplasie zu nennen. Unter Retinadysplasie versteht man eine angeborene abnormale Entwicklung der Netzhaut, die erblich oder auch erworben sein kann. Bei der erblichen Form werden drei Ausprägungsarten voneinander differenziert: die fokale / multifokale Form mit Falten und Rosetten die geographische Form mit einer grösserflächigen Netzhauterhebung die generalisierte Form mit vollständiger Netzhautablösung Die beim Labrador am häufigsten zu findende Form ist gem. der ACVO die fokale RD mit einem Vorkommen von 3,21 %. Hierbei sind strich- und v-förmige oder öltropfenförmige weniger reflektierende Falten entlang der Netzhautblutgefässe im Zentrum des Tapetum lucidum charakteristisch. Im Tapetum nigrum (in der Peripherie der Netzhaut) stellen sich die Falten als…

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    Geschichte

    Der Labrador (sein offizieller Name lautet LABRADOR RETRIEVER), der erst Anfang des 20. Jahrhunderts als eigenständige Rasse anerkannt wurde, stammt ursprünglich von der kanadischen Ostküste aus dem Bereich von Neufundland. Die dortige Bevölkerung hielt seit Jahrhunderten Gebrauchshunde, welche den Menschen bei der Arbeit und der Jagd halfen. Aus diesen anfangs sehr unterschiedlichen Hunden kristallisierten sich im Lauf der Jahre zwei Typen heraus, nämlich – der große, starke Neufundländer mit seinem dichten Pelz, der ihn vor Kälte und Nässe schützt. Er wurde vor allem als Zugtier eingesetzt und hatte für die vom Fischfang lebende Bevölkerung den Vorteil, dass er vor allem im Winter mit Fischabfällen gefüttert werden konnte und deshalb für…

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    Rassestandard Labardor Retriever

    Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) hat am 20. Januar 2012 aktualisierte Standards herausgegeben. 20.01.2012 / DE – FCI – Standard Nr. 122 LABRADOR RETRIEVER Übersetzung Uwe H. Fischer, eränzt u. überarbeitet Christina Bailey Offizielle Originalsprache EN Ursprung Großbritannien Datum der Publikation 13.10.2010 Verwendung Apportierhund Klassifikation FCI Gruppe VIII | Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde Sektion 1, Apportierhunde | mit Arbeitsprüfung KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS Es wird allgemein angenommen, dass der Labrador Retriever von der Küste Neufundlands abstammt, wo Fischer gesehen wurden, die einen ähnlich aussehenden Hund zum Apportieren der Fische benutzten. Ein vorzüglicher Wasserhund, dessen Veranlagung durch sein wasserabweisendes Haar und seine einzigartige Rute, welche von otterähnlicher Form ist, betont wird. Im Vergleich…